Wie Dein Körper Dir Deinen Stresspegel anzeigt

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50 Reaktionen mit denen dein Körper im Stress zu dir spricht und wie du das für dein resilientes Zukunfts-Ich nutzen wirst

Dein Körper spricht am laufenden Band mit Dir. Darüber, wie es ihm gerade geht mit dem IST-Zustand im Hier und Jetzt. Er sagt Dir, was er braucht und was er loswerden will. Er redet weder über Zukunft noch über Vergangenheit. Wenn wir spüren, dann JETZT. 

1 (Unbewusste) Handlungen

Diese Handlungen sind ein Zeichen von „Kampf- und Flucht-Energie“ im Körper: Nägelkauen, Nagelhaut popeln, Zähneknirschen, Wunden immer wieder aufkratzen, Nicht-stillsitzen-können, ständiges „Sich unterbrechen und Aufgaben nicht zu Ende führen“, Beine Dauer-„Wackeln/Wippen“, Atem anhalten.

2 Schmerzen

Meistens hören wir unseren Körper erst, wenn uns etwas weh tut. Das ist auf unserer Reise ins „Körper wieder spüren lernen“ eins der deutlichsten Signale. [Hochsensible Menschen spüren so etwas häufig viel früher, als normalsensible Menschen. Das hängt mit unserem Hormonhaushalt zusammen. Aber ich schweife ab. Zurück zum Kern.

Kopfschmerzen, Nackenverspannung, Rückenschmerzen, Knieschmerzen, Magenkrämpfe, Muskelkater, verklebte Faszien, Brustschmerzen vor/und während der Periode, Regelschmerzen, irgendetwas Undefiniertes zieht im Körper, vielleicht wandert dieser Schmerz mal hierhin und mal dorthin und die Ärzte finden nichts, die Blutwerte sind ok. 

Tauchen diese Symptome auf, bist Du meistens bereits für einige Zeit über Deine Grenzen gegangen und hast Deine Ressourcen überstrapaziert und nicht wieder gefüllt. Die meisten der oben genannten Symptome sind eindeutige Zeichen Deines Körpers von „Das ist mir alles zu viel, ich brauche jetzt dringend Ruhe.“

3. Körperreaktionen

Körperliche Stressreaktionen entstehen nach der Ausschüttung von Adrenalin und (bei einer länger als 20 Minuten anhaltenden Stressreaktion) Cortisol. Kommen wir häufig in Stresssituationen (z.B. aufgrund unserer Lebenssituation, des Partners oder unseres Jobs) und geben dem Körper keine Chance, eine tiefe Ruhe durch ausreichend Pausen, guten Schlaf und ein stabiles Mindset zu erfahren, schüttet der Körper schon bei der Ausschüttung von Adrenalin zeitgleich auch Cortisol aus. Auf Dauer schwächt dies unser Immunsystem und schädigt im schlechtesten Fall unsere Nieren. 

Schweißausbrüche und Hitzewallungen (nicht die aus der Menopause sondern die, die direkt auf eine unangenehme, stressige oder gefährliche Situation zurückzuführen sind), Zittern, Schlottern, angespannte und verkrampfte Muskeln (z.B. Bauch, Beine, Fäuste, Füße), verstärktes Stottern, gehäuftes Blinzeln, Frieren trotz warmer Kleidung (und nicht als Erkältungssymptom), ständig kalte Hände und Füße. Ein „Säuregefühl“ im Magen, Druck auf der Brust. Kribbelnde Körperstellen. Wenn es ganz arg kommt auch Panikattacken.

4. Gefühle

Gereiztheit gegenüber Deinen (eigentlich) Liebsten, Ärger, Groll, Wut, Ängste, Sorgen, Hoffnungslosigkeit, Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht, Weinen „ohne akuten erkennbaren Grund“.

5. Unwohlsein

Schwindel, Herzrasen, Herzstolperer, Übelkeit, „Ich fühle mich irgendwie gerade nicht wohl“, Müdigkeit, Gehirnnebel, viele Erkältungen und Infekte durch ein geschwächtes Immunsystem, „keinen Bock“ auf Gesellschaft („Ich will einfach nur alleine sein“), eine verwirrte Verdauung – ebenfalls auffällige Zeichen, dass sich Deine Energie durch ein Zuviel an allem oder sogar etwas bestimmten tief im Keller versteckt hat. 

6. Gedanken/ Schlaflosigkeit

Sie fahren endlos Karussell und sind nicht von der schönen Sorte. Außerdem halten sie Dich vom Wichtigsten ab, das Dir Regeneration schenkt: einem tiefen, ausreichenden Schlaf.

Und nun zu Dir

Beobachte Dich. 

Am Anfang Deiner Reise zu Deiner tiefen inneren Ruhe (und sie steckt in Dir, sie steckt in jedem von uns, wir müssen sie nur Stück für Stück freilegen) wirst Du vielleicht hin und wieder „erst“ länger nach einer Situation merken, dass eines oder mehrere der Symptome oben aufgetreten ist. Vielleicht bemerkst Du auch ein länger anhaltendes Symptom der Liste oben. 

Im Laufe Deiner Reise wird Dein Körper-Bewusstsein immer mehr vom Außen, also bei dem, was Du tust, ins Innen pendeln, zu dem, was dabei in Deinem Körper geschieht. Hin und her, hin und her. Wie auf einer Schaukel. 

Je eher Du merkst, dass Du eine Stressreaktion hast, desto schneller kannst Du Dich zurück-regulieren in den besten Zustand Deines autonomen Nervensystems, der die Lieblingsversion Deiner Selbst zu Dir zurück bringt. 

Wie sieht sie aus, die Lieblingsversion Deiner Selbst?

Vielleicht ist das die gut gelaunte Mama, die auch mal mit ihren Jungs oder Mädls rumbalgen will (nicht weil sie sich aus schlechtem Gewissen heraus überwindet, sondern weil sie will und die Kraft hat). Die Mama, die auch mal fröhlich ein Lied trällert und an ihrem freien Vormittag durch die Wohnung springt und tanzt, weil sie nicht weiß wohin mit sich und ihrer Freude über das Leben. Die Mama, die die starken Emotionen ihrer Kinder mit einer großen inneren Ruhe abfangen kann, weil sie da noch ganz viel Raum übrig hat und die Trigger nicht mehr ziehen. Die Mama, die in einer Seelenruhe auf der Couch sitzen kann, während ihre Familie anwesend ist. Die Mama, die nicht mehr an sich halten muss, wenn was zu Bruch geht oder ein Glas verschüttet wird, sondern die in aller Seelenruhe den Lappen holt. 

Diese Mama steckt in Dir. Der Weg zu ihr geht in der Basis über Deinen Körper und anschließend über Deinen Verstand. 

Lass Deine Seele frei, lass sie wieder fliegen.

Wenn Du Hilfe brauchst, nehme ich Dich gerne an die Hand. Sei es Dir wert. Mach Dich zur obersten Priorität in Deinem Leben, Du hast so viel zu geben. 

Alles Liebe,

Deine Florence

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